Musikgymnasium

 

Die Voraussetzungen:
Die Schülerinnen und Schüler müssen bereits ein gewisses, dem Alter entsprechendes hohes Niveau am Instrument erreicht haben und sollen Offenheit für die unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen sowie überdurchschnittliches Interesse an Musik mitbringen. Im Zusammenhang mit öffentlichen Auftritten sollen sie sich auch über das Ausmaß des regulären Stundenplans hinaus engagieren.

 

Im Unterschied zum musischen Gymnasium wird das Instrument nicht an der Schule gelehrt, sondern der Instrumentalunterricht findet an der Anton Bruckner Privatuniversität oder an einer Musikschule im Rahmen der Akademie für Begabtenförderung des Landes Oberösterreich statt. Das heißt, der Besuch des Musikgymnasiums ist in der Regel nur nach erfolgreicher Ablegung einer Aufnahmsprüfung an der Akademie für Begabtenförderung (Anton Bruckner Privatuniversität) möglich.

 

Anmeldeschluss bei der Akademie für Begabtenförderung des Landes Oberösterreich: 15. Jänner

 

Nähere Informationen zur Aufnahmeprüfung:

  • Anton Bruckner Privatuniversität, Hagenstraße 57, 4040 Linz, 0732/701000, www.bruckneruni.at
  • Konservatorium für Kirchenmusik, Linz, Knabenseminarstraße 12, 4040 Linz, Tel. 0732/736581-444, www.kons-linz.at

 

Der Weg:
Der Instrumental- bzw. Vokalunterricht findet nach den Studienplänen und am Ort dieser Institutionen statt, die theoretischen Fächer wie allgemeine Musiklehre, Instrumentenkunde, Formenlehre, Harmonielehre und Musikgeschichte werden durch das Unterrichtsfach Musikkunde im Musikgymnasium abgedeckt und werden wie auch die Teilnahme am Chor an der Anton Bruckner Privatuniversität teilweise angerechnet.

 

Damit genügend Zeit für das Üben und den Instrumentalunterricht bleibt, ist diese Oberstufenform fünfjährig. Das heißt, der Unterricht endet im Regelfall spätestens nach der 6. Einheit (13.40) und der Nachmittag ist frei für musikalische Aktivitäten.

 

Im Fach Musikkunde (durchschnittlich drei Stunden pro Woche) werden die theoretischen und musikhistorischen Grundlagen der Musik unterrichtet, aber auch praktische Übungen in Harmonielehre und Gehörbildung angeboten sowie die intensive analytische Auseinandersetzung mit dem Notentext und seiner klanglichen Umsetzung geübt.

 

Weiters wird in einer eigenen Klassenmusizierstunde über die klassenübergreifenden Projekte (Chor und Orchester) hinaus musiziert und in einer weiteren Stunde die Stimme für den Einsatz im Chor aufgebaut.

 

Die Ziele:

  • umfassende musiktheoretische Ausbildung in Anlehnung an die universitären Pflichtfächer
  • Persönlichkeitsentfaltung durch das Zusammenwirken von künstlerischer und allgemeinbildender Schulung
  • Stärkung von Ensemble- und Teamgeist
  • Kennenlernen professioneller künstlerischer Arbeit in Form von lokaler und internationaler Konzerttätigkeit, CD- und Rundfunkproduktionen
  • Zusammenarbeit mit internationalen Solisten und Dirigenten

 

Das Musikgymnasium bietet keine Berufsausbildung, hilft aber durch die intensive Auseinandersetzung mit allen Formen und Bereichen der Musik, verbunden mit einer universellen Allgemeinbildung und einer Reifeprüfung, sich zu orientieren und den späteren Berufswunsch „Musiker“ zu konkretisieren. Damit stehen den Absolventen des Musikgymnasiums alle weiteren Bildungswege und Studien offen.

 

Die Stundeneinteilung:

Pflichtgegenstände5.6.7.8.9.Summe
Religion 2 2 2 2 2 10
Deutsch 3 3 2 2 3 13
Englisch 3 3 3 2 3 14
Italienisch 3 3 2 3 2 13
Geschichte und Sozialkunde - 2 2 2 2 8
Geografie und Wirtschaftskunde 2 2 2 1 - 7
Mathematik 3 2 2 3 3 13
Biologie und Umweltkunde 2 2 2 - - 6
Chemie - - - 2 2 4
Physik - - 2 2 2 6
Psychologie und Philosophie - - - 2 2 4
Informatik 2 - - - - 2
Musikkunde 5 5 5 5 5 25
Bewegung und Sport 2 2 2 - - 6
Gesamtstundenanzahl 27 26 26 26 26 131