3 Wochen Handyentzug – eine Rekapitulation

Zwei Klassen, die 6BN und die 8M, des Stiftergyms haben beim österreichweiten Handyexperiment im März teilgenommen und ganz oder teilweise auf ihr Smartphone verzichtet. Elisabeth Baehr aus der 8M beschreibt die Erfahrung so:

Als unser Klassenvorstand Stefan Kaltenböck uns im Jänner vorschlug, im Rahmen eines österreichweiten Experiments drei Wochen vollkommen ohne Handy zu verbringen, hielt sich unsere Begeisterung zunächst in Grenzen. Doch nach und nach wuchs der Anteil der Teilnehmer:innen in der 8M, bis schließlich alle 13 Schüler:innen mehr oder weniger motiviert waren, auf ihr scheinbar lebenswichtiges Gerät zu verzichten.

Nach dem feierlichen Einwickeln der Handys in Zeitungspapier am ersten Tag entwickelte sich aus der einstigen 8M eine Gruppe fanatischer Tischtennisprofis. Sobald die Glocke läutete, sprangen wir auf und rannten in den Hof, um beim „Rennats“ unsere Ping-Pong-Künste unter Beweis zu stellen. Anstatt in der Klasse an unseren Handys zu sitzen, sah man uns jede Pause mit Schlägern um einen blauen Tisch rennen.

Auch außerhalb der Schule merkten wir schnell, dass das Experiment Vorzüge hatte: Wir hatten alle viel mehr Zeit für Hobbys und Freunde. Als wir kurz vor Ostern unsere Zeitungspakete auspackten, war zwar die Freude über die vertrauten leuchtenden Displays groß – bereut hat das Experiment aber niemand. Wir lernten viel über uns und unseren Umgang mit dem Handy. Viele löschten Social-Media-Apps oder stellten App-Limits ein, weil sie gemerkt hatten, wie gedankenlos man darauf klickt. Das Experiment steigerte unser Bewusstsein für den eigenen Handykonsum – und ließ uns als Klasse noch enger zusammenwachsen.

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